Miles Galen: "Staa - sette un sette un annere"
(Hermann Lange, November 1957)


Denkstein am Nordhang des Lerchenhübels (bei Mildenau)

Denkstein am Nordhang des Lerchenhübels (bei Mildenau)

Meßtischblatt 5444 (139): 74,86 r -- 06,96 h / TK 10 N 5444-NW Annaberg-Buchholz (1995)

Standort: Genau 370 m westlich Punkt 598,9 auf einem steilen Feldabschlag.

Höhe: 87 cm über Erde

Dicke: 11 cm

Breite: 52 cm

Material: Granit

Aufnahme:

Einmeißelung: talwärts (Rückseite): eine große 1810; Vorderseite hatte 17 Zeilen Text, der nicht mehr zu entziffern ist. Unten steht: Hiob am 37. c. 4 .....
Danach handelt sichs um die Stelle:
Dennoch brüllet der Donner, und er donnert mit seinem großen Schall; und wenn sein Donner gehöret wird, kann mans nicht aufhalten.

Nach der Aussage des einen persönlichen Einblick verweigernden Ortsgeistlichen am 14. Juli 1945 enthält das Sterberegister der Mildenauer Kirche folgende Angaben (S. 105):

3. Mai 1810. Johann Gotthilf Meyer, Gut Nr. 3 (Heute zeigt das Gut die Nr. 35 ! Ob eine Umnummerierung stattgefunden hat, oder ob 1810 eine Personalunion bestanden hat, müßten die Gerichtsbücher von Mildenau klären - wenn sie noch vorhanden sind.) Bei der Hafersaat vom Wetterstrahl getötet. Von allen Kleidern entblößt; am li. Ohr und am Fuße verletzt und mit Erde bestreut. Ohne daß sein 2. Sohn und ein Knecht, die auf gleichem Acker arbeiteten, verletzt wurden. Das Gewitter kam in der 11. Stunde von ONO aufgestiegen und zog nach Westen.

Literatur: Seyffart 1996, S. 17, Abb. S. 17 rechts

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