Höhenfeuer im Erzgebirge zur Feier des 80. Geburtstages des Fürsten Bismarck.

Der in der April-Nummer dieser Zeitschrift abgedruckten Aufforderung des Gesamtvorstands an eine große Zahl von Zweigvereinen, zum 80. Geburtstage des Fürsten Bismarck auf geeigneten Bergen des Erzgebirges Höhenfeuer zu entzünden, ist zum größten Teil bereitwillig Folge geleistet worden. Es wird wohl alle Mitglieder interessieren, näheres darüber zu erfahren, und deshalb sei nachstehend veröffentlicht, welche Zweigvereine Höhenfeuer veranstaltet haben:

  1. Annaberg auf dem Schreckenberge;
  2. Chemnitz auf dem Beutenberge;
  3. Cranzahl auf der Höhe vor dem Bärenstein;
  4. Crottendorf auf dem Liebenstein;
  5. Dittersdorf auf der Dittersdorfer Höhe;
  6. Ehrenfriedersdorf auf dem Greifenstein;
  7. Einsiedel auf der Körnerhöhe und dem gegenüber liegenden Berge;
  8. Hartenstein am Schießhaus und auf dem Hundsberg;
  9. Kirchberg auf den Burkersdorfer Höhen und auf dem Borbergturm;
  10. Limbach auf dem Totenstein;
  11. Marienberg in der Nähe der Brüderhöhe, auf der Lautaer Höhe und auf dem Goldkindstein;
  12. Neuhausen auf dem Schwartenberg;
  13. Oberwiesenthal im Verein mit Leipzig auf dem Fichtelberge;
  14. Olbernhau auf der Haiberghöhe;
  15. Schneeberg auf dem Keilbergturme;
  16. Schönheide auf dem Knock;
  17. Schwarzenberg auf dem König-Albert-Turm;
  18. Thum auf der Thumer Höhe;
  19. Zwickau auf dem Turm der Alberthöhe auf dem Windberge und
  20. der unserm Erzgebirgsverein nicht mehr angehörige Verein Scheibenberg auf dem Scheibenberge.

Außer den genannten Vereinen, die ihre Bereitwilligkeit dem Leipziger Zweigverein mitgeteilt haben, werden sicherlich noch viele andere Höhenfeuer veranstaltet haben. Der Zweigverein Leipzig dankt hiermit herzlichst allen Brudervereinen für ihre Beteiligung an dieser Ehrung des Fürsten Bismarck, besonders aber noch dem Gesamtvorstande für die so bereitwillige und rasche Benachrichtigung aller in Betracht kommenden Zweigvereine.

K.

Quelle: Glückauf! Organ des Erzgebirgsvereins. 15. Jg. Nr. 5, v. Mai 1895, S. 65.