Unera Hamet.

Wenn anr ins Gebörg rauf kimmt
Dort aus n Niedrland,
Do möcht r alles ah su sah,
Wie sinst in Bichrn stahnd.

Do sölln da altn Hammerschmied
In gedn Nast rim stih
Un Klipplmad mit Klipplsöck
När eitl hutzn gih.

A Wammes un da Pudelmitz
Un ah da Ladrhus,
Dos sölln da ganzn Leit noch trong,
Geleich, öb kla, öb gruß.

Do söll, wenn ah schuh Summer is,
Dr schnee zemstrim noch lieng,
Da Kuhlnbrenner patznweis
In dickn Wald rim krieng.

Na, na, ihr Leit, su is fei net,
Es is viel anrsch wurn,
Es wärd in darer itzing Zeit
Ka setts als Zeig geburn.

Gebliem sei när da altn Barg,
Es Wassr un dr Wind,
Da Menschn sei was Anrsch wurn,
Dos waß gedwedig Kind.

Gebliem is ah da alta Sproch
Noch bun a feins paar Leit,
Sa schnadln odr egal dra
In darer itzing Zeit.

Gebliem is ah dr viela Rehng
Un is halt egal reg,
Is gu wos lus in Annebarg,
Do hot’s ah Niedrschlög.

Gebliem is odr ah noch wos
In unrn wing Geblit,
Un söll ah bleim wie unra Barg:
U orndlich guts Gemit!


Röder (Johanngeorgenstadt).

Quelle: Max Grohmann "Das Obererzgebirge und seine Städte in Sage und Geschichte". Annaberg 1903